Schulhund Buju

Tiergestützte Pädagogik - unser Schulhund "Buju"

Vorstellung unseres Schulhundes "Buju"

Liebe Eltern, Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrkräfte und Besucher,
Darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Buju. Ich bin ein schwarzer Labrador, geboren am 24.Dezember 2022, sehr gut erzogen und kinderlieb. 

Meine Welpenzeit verbrachte ich mit Spielen, dem Toben mit Hundekumpels und in der Hundeschule. Anscheinend hab ich ein Talent, Übungen gut umzusetzen, deswegen habe ich im September 2024 als jüngster Hund die Begleithundeprüfung absolviert. Seit klein auf bin ich ein Teil des Kollegiums der Johann Rieder Realschule und begleite mein Frauchen StRin Stefanie Herrmannsdörfer in ausgewählte Stunden des Englischunterrichts. Wenn ich nicht im Unterricht mit dabei bin, weil mein Frauchen meint, dass Hunde nichts im Werkraum verloren haben, dann bringe ich die Büros der Verwaltung und unserer Chefin Frau Daxlberger durcheinander. Zum Glück wird das aber irgendwie akzeptiert.

Mein Frauchen und ich gehen regelmäßig zu Fortbildungen, damit wir immer auf dem neusten Stand in der Schulhundeausbildung sind.

Die Schülerinnen und Schüler an der JRRS gehen sehr lieb mit mir um und nehmen immer Rücksicht auf mich, deswegen macht mich mein unbezahlter Job als Co-pädagoge sehr viel Freude.

Pädagogischer Hintergrund:

Tiergestützte Pädagogik bedeutet, die Lehrkraft in ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe zu unterstützen. Der Hund soll eine Verbesserung der Lernatmosphäre, der individuellen Leistungsfähigkeit und der sozial- emotionalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern herbeiführen. Der Hund unterstützt demnach Pädagoginnen und Pädagogen, wobei der Einsatz variieren kann- von der bloßen Anwesenheit bis hin zur aktiven Teilnahme des Tieres. Buju begleitet auch das Krisenteam der JRRS.
 

Begründung für den Einsatz des Hundes im Schulunterricht


Ein Schulhund ermöglicht eine besondere Form von sozialem Lernen. Hunde reagieren unmittelbar und ehrlich, d.h. werden sie grob behandelt oder es ist zu laut, weichen sie zurück, werden ihre Bedürfnisse berücksichtigt, wenden sie sich dem Menschen zu.

Das Verhalten der Schülerinnen und Schüler wird somit sofort widergespiegelt. So wird Verantwortung für das eigene Handeln und die Rücksichtnahme auf Bedürfnisse anderer vermittelt. 
Ein Schulhund fördert das Selbstbewusstsein. Die Erfahrung, von einem Hund gebraucht und akzeptiert zu werden ohne jeden Vorbehalt, stärkt das Selbstbewusstsein. Durch den Umgang mit dem Hund werden die Interaktion und das Wahrnehmen von Verhaltensweisen gefördert.

Ein Schulhund beeinflusst die Lernatmosphäre. Studien zeigen, dass nicht nur das Streicheln, sondern alleine die Anwesenheit eines Tieres stressreduzierend wirkt. Dies kann sich leistungssteigernd bemerkbar machen. Gleichzeitig werden Sorgfalt und Ordnung gefördert, da ein Hund an offene Brotdosen geht, was gefährlich für den Hund sein kann- ebenso wie Müll auf dem Boden. 
Ein Schulhund kommuniziert. Gestik, Mimik, Haltung, Atmung und Blickkontakt, Nähe oder Distanz sind Möglichkeiten mit dem anderen zu kommunizieren. Die Klasse lernt, den/die andere/n wahrzunehmen und sein/ihr Verhalten, seine/ihre Stimmung zu erkennen.
 
Grundvoraussetzungen für den Einsatz
Durch den Einsatz des Hundes darf der Bildungsauftrag der Lehrkraft nicht beeinträchtigt werden. Der einzusetzende Hund muss eine Eignung aufweisen, die auf den Einsatz in der Schule abgestimmt ist. Vor dem Einsatz wurde der Hund bei Schulleitung und der Schulbehörde gemeldet, die betroffenen Erziehungsberechtigten wurden informiert, das Kollegium und Hausmeister benachrichtigt und Allergien wurden abgefragt. Der Hund wurde in einen Hygieneplan aufgenommen und einer gesundheitlichen Überprüfung unterzogen; eine Haftpflichtversicherung für den Hund ist verpflichtend. Grundsätzlich sollte auch Folgendes beachtet werden: Der Hundeführer/ die Hundeführerin muss Grundlagen der Mensch- Tier- Beziehung kennen, sowie in der Theorie und Praxis der tiergestützten Pädagogik eingewiesen sein. Neben den theoretischen Inhalten zum Bereich Körpersprache, Lernverhalten, Gesundheit, Hygiene und pädagogischen Möglichkeiten. Er/ Sie sollte die Belastungsgrenze seines Hundes kennen und darauf reagieren können. Dazu gehört auch, mit dem Hund außerhalb seines Einsatzes ausgleichend zu arbeiten.

Stefanie Herrmannsdörfer