Wettbewerb Deutscher Klimapreis

 

Durch eine Ausschreibung wurden wir auf den Wettbewerb aufmerksam und haben uns nach kurzer Überlegung mit nachfolgender Beschreibung dafür angemeldet:

Allgemeines

Die Klasse 10c hat mit dem Projekt „Optimierung der elektrischen Energieversorgung im Schulhaus“ am Schülerwettbewerb Vision-Ing21 des Förderkreises Ingenieurstudium e.V., c/o Technische Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Martensstr. 5a, 91058 Erlangen teilgenommen, das Finale erreicht, sich dort mit einem Messestand und in einem Vortrag gut präsentieren können und so unter sieben Finalisten einen 4. Platz erreicht.

Entstehung des Themas 

Auf Grund der aktuellen Energiepolitik (Ausstieg aus der Kernenergie) und den rücklaufenden Beständen an Brennstoffen müssen wir uns alle Gedanken über die Zukunft machen. Gedanken allein helfen allerdings nicht, deshalb wollten wir am realen Projekt unserer Schule ein Referenzbeispiel schaffen.

Rahmen der Wettbewerbsteilnahme 

Die „Grundlagen der Energieversorgung“ wurden im Physikunterricht der 10. Klasse ausführlich behandelt. Hierbei wurde auf die Energieträger, unterschiedliche Kraftwerkstypen und Auswirkungen auf die Umwelt eingegangen. Das Projekt fand im Rahmen des regulären Physikunterrichts statt, wobei die Schüler eine Wochenstunde in der Schule zur Verfügung hatten und sich zusätzlich nach Bedarf zu Hause zusammengesetzt haben.

Sowohl die übergeordneten Lehrplanziele: „Die Schüler übernehmen soziale Verantwortung auch über die Schule hinaus.“ und „Die Schüler lernen das Zusammenleben aktiv mitzugestalten und positiv zu beeinflussen.“, als auch die Lehrplanziele für den Fachbereich Physik: „... die Anwendung physikalischer Erkenntnisse in Technik und Alltag.“, „Grundlagen der Energieversorgung (Energieträger, unterschiedliche Kraftwerkstypen und Auswirkungen auf die Umwelt).“ und „Die jährliche Energiebilanz im Schulhaus.“  waren über das gesamte Projekt sichtbar.

Zielstellung und Zielerreichung

Entdecken von Optimierungsmöglichkeiten der elektrischen Energieversorgung an unserer Schule, Untersuchung dieser Möglichkeiten hinsichtlich Umsetzbarkeit und sammeln von Argumenten für die Präsentationen. Neben diesem technischen Ziel sollten die Schüler das gemeinsame Arbeiten, selbständige Strukturieren, Vortragen, Argumentieren und Zusammenfassen lernen.

Die technischen Ziele wurden alle erreicht. Zusätzlich haben die Schüler weitere Kompetenzen erworben, indem sie sich eine Informationsplattform im Internet geschaffen haben und sich so untereinander austauschen konnten. Strukturen wurden mit Hilfe diverser Plakate geschaffen, die nicht starr dastanden, sondern immer wieder angepasst wurden. Teilergebnisse und Endergebnisse wurden in Zwischenpräsentationen bzw. Endpräsentationen dargestellt, sowie abschließend in einer Diskussion besprochen.

Beschreibung der Projektarbeit

Das Projekt wurde als Planspiel, wie im realen Leben mit Beteiligten aus unterschiedlichen Bereichen, in den nachfolgend beschriebenen Gruppen realisiert. Neben der fachlichen Kompetenz wurde durch diese Aufteilung die Diskussions- und Kommunikations-kompetenz der Schüler gestärkt. Es gab sieben Gruppen mit jeweils vier Schülern:

  • Experten für Elektrotechnik - Zusammenarbeit mit den Partnern (Erstellung einer Energiebilanz für das Schulhaus)
  • Experten für Technik Photovoltaik - Zusammenarbeit mit den Partnern (Erstellung eines Konzepts zur Energieversorgung mit Photovoltaik)
  • Experten für Technik Windkraft - Zusammenarbeit mit den Partnern (Erstellung eines Konzepts zur Energieversorgung mit Windkraft)
  • Partei für konventionelle Energien (Überzeugung der Öffentlichkeit für Beibehaltung von Kernkraft und Wärmekraft)
  • Lichtpartei für Photovoltaik (Überzeugung der Öffentlichkeit für Photovoltaik)
  • Windpartei für Windkraft (Überzeugung der Öffentlichkeit für Windkraft)
  • Presse (Berichterstattung)

Die Parteien haben sich wie in der Realität von den Experten helfen lassen und ihren Standpunkt gegenüber der Öffentlichkeit werbewirksam vertreten. Das Projekt wurde außerdem durch die Pressegruppe in drei Zeitungsartikeln einem breiten Publikum vorgestellt.

Es wurden Photovoltaikelementen auf dem Dach der Schule und Steuertechnik im Physikvorbereitungsraum eingebaut. Außerdem wurde eine Windmessanlage mit angeschlossenem Datenschreiber auf dem Dach der Schule montiert. Diese Anlagen ermöglichen fortlaufende Messungen der Leistung der Photovoltaikanlage und der Windgeschwindigkeit.

Neben dem intensiven Kennen lernen der Technik Photovoltaik und Windkraft wurde bei einem Besuch im Heizkraftwerk die zugehörige Technik live besichtigt. Nicht nur physikalische Theorien wurden transparent, bei der Auswertung konnten die Grundkenntnisse aus IT beim Anfertigen von Tabellen und Diagrammen umgesetzt werden. Außerdem war in zahlreichen Präsentationen und Zusammenfassungen immer wieder das Fach Deutsch gefordert.

Aufgabenverteilung/Kommunikation

Durch die Struktur mit sieben Gruppen, war die Aufgabenteilung vorgegeben. Innerhalb der Gruppen haben sich die Schüler selbst organisiert.

Nach der Festsetzung der Gruppenziele und Termine haben sich alle Gruppen selbständig Informationen beschafft und ausgewertet. Die Ergebnisse wurden sowohl im Internet ausgetauscht, als auch bei zwei Zwischenpräsentationen und den Zeitungsartikeln kommuniziert.

Das Projekt lief von den Allerheiligenferien bis zu den Pfingstferien an jeweils einer Stunde pro Woche. Außerdem haben sich die Schüler auch privat getroffen.

Ergebnisse

Dadurch, dass wir an unserer Schule den Strom und die Wärme von den Stadtwerken Rosenheim beziehen und beides im Rahmen einer Kraft-Wärme-Kopplung bereitgestellt wird, liegt im Winter bereits eine günstige Energieumsetzung vor. Im Sommer ist leider nur der Strom nutzbar, die Wärme verpufft ungenutzt und somit machte die Suche nach Alternativen Sinn. Mit Windkraft lässt sich bei uns an nur sehr wenigen Tagen wirtschaftlich Strom erzeugen, die meiste Zeit lag die Windgeschwindigkeit deutlich unter den Sollwerten für einen rentablen Ausbau. An unserer Schule ist Photovoltaik eine sehr gute Optimierungsmöglichkeit der Energieversorgung, da an sonnigen Tagen bereits 45 Module ausreichen würden, um den kompletten Eigenbedarf zu decken. Unabhängig von der Art der Stromerzeugung ist der Einbau von Bewegungsmeldern auf den Fluren, dort ist nur zum Stundenwechsel eine Beleuchtung notwendig und eine Helligkeitssteuerung des künstlichen Lichts in Abhängigkeit vom Außenlicht sinnvoll.

Im Winterhalbjahr mit geringer Sonneneinstrahlung ist die vorhandene Kraft-Wärme-Kopplung bereits optimal, im Sommerhalbjahr lässt sich der Strombedarf umweltfreundlicher durch eine Photovoltaikanlage bereitstellen. Mit Bewegungsmeldern und Lichtsensoren lässt sich zusätzlich Strom einsparen.

Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen

Im Projekt wurden wir durch die beiden Unternehmen Elektrotechnik Forstner GmbH & Co. KG, Berg 23, 83139 Söchtenau und Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG, Bayerstraße 5, 83022 Rosenheim durch die Bereitstellung von Material und Fachwissen unterstützt.

Konkret hat es folgendes bedeutetet:

  • Vorträge für die Schüler mit Informationen aus der Praxis

  • Aufbau der Versuchsanlage

  • Kostenlose Stellung der Versuchsanlage für Photovoltaik und Windkraft

  • Aufbau der Versuchsanlage

  • Hilfe bei der Auswertung

  • Beantwortung von Fragen

 
StR(RS) Armin Höfer (Juli 2012)

 

Aktuelles

Infos für neue

Schüler 2018/2019

keine Online-Anmeldung!

  

Rieder´s
Bunter Abend war
ein voller Erfolg.
Nachlese folgt
demnächst.

(Vielen Dank an
alle Mitwirkenden!)

 

Pfingstferien
vom 22.05-01.06.

  

Infos zur
Abschlussprüfung
2018

 

 

 

Login

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Web-Site anzumelden: