Geschichte

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Zurück in die Steinzeit

 

Dass Steinzeitmenschen primitive Halbaffen waren, die sich zottelig bekleidet, unartikulierte Laute ausstoßend in ihren Höhlen am Lagerfeuer versammelten und an Knochen nagten – dieses Klischee hält sich seit längerer Zeit, obwohl die Geschichtswissenschaft uns längst eines Besseren belehrt hat.

Wie wenig primitiv die Steinzeitmenschen in Wirklichkeit waren, davon machte sich der Kollege Andreas Bareuther  innerhalb der letzten Monate selbst ein Bild. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, einen steinzeitlichen Pfeil mit dazugehörigem Bogen zu fertigen. Der Bogen erwies sich schon als Wissenschaft für sich. Allerdings half hier der Kollege Peter Walther aus, der sich seit längerer Zeit mit der Kunst der Bogenfertigung befasst. Er stellte Bögen aus Eibenholz zu Verfügung.

 

   

Welches Holz benutzten die Steinzeitmenschen aber  für Pfeile? Geschält oder ungeschält? Wie lang muss ein Pfeil im Verhältnis zum Bogen sein? Wie stellten sie Pfeilspitzen aus Stein her, und vor allem: Wie befestigten sie sie am Holzstab? Diesen und vielen weiteren Fragen ging Herr Bareuther in einschlägigen Büchern, im Internet, vor allem aber nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ nach. Er fand heraus, welche Federn dem Pfeil in der Luft den besten Halt gaben, er kochte Birkenpech ein, um einen geeigneten Kleber für die Pfeilspitze und die Federn zu haben, er klopfte mit sehr hartem Stein auf etwas weniger harten Stein, um Pfeilspitzen zu schärfen, er stellte aus Brennnesseln Schnüre zum Umwickeln der Pfeilspitzen und Schäfte  her.  Zielgenauigkeit auf eine gewisse Entfernung, ballistische Flugbahn sowie Durchschlagskraft der Pfeile mussten geprüft werden.

Am Ende war klar: Ein solcher steinzeitlicher Pfeil war kein angespitzter, fliegender Ast, sondern ein High-Tech-Gerät. Damit er letztendlich flog und traf, war viel Erfindungsgeist und handwerkliches Geschick vonnöten.

 

   

Einen Teil seiner Betriebsgeheimnisse verriet Herr Bareuther dann in den 6. Klassen, in denen die Steinzeit zum Lehrplan gehört. Er führte den Schülern im Oktober 2014 Schritt für Schritt vor, wie ein solcher Pfeil entstand, nur das Schießen mit Pfeil und Bogen unterblieb am Ende aus Sicherheitsgründen. Den Schülern war anzumerken, dass sie danach die Steinzeitmenschen mit anderen Augen sahen: Schau an, die waren gar nicht so primitiv, wie wir immer dachten!

Jürgen Schuster    

 

Grundsätzliches zum Fach "Geschichte"

 

Ein wesentliches Merkmal des Menschen ist seine Fähigkeit, sich zu erinnern. Dadurch kann er eigene und fremde Erfahrungen für das Leben nutzen und sich in der Zeit orientieren. Im Geschichtsunterricht an der Realschule befassen sich die Schüler mit ausgewählten Aspekten menschlicher Lebensgestaltung in vergangenen Zeiten. Dabei erkennen sie, dass sowohl politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen als auch Entscheidungen und Handlungen einzelner Personen geschichtswirksam sind. Kontinuität und Wandel werden den Schülern als Ergebnisse vielschichtiger Entwicklungsprozesse bewusst. So leistet der Geschichtsunterricht einen Beitrag, Gegenwart und Zukunft als von der Vergangenheit mitbestimmt zu erfassen. Dadurch trägt Geschichtsunterricht zur Identitätsfindung und zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler bei.

 

 

(Quelle: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München)

 

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